Vortraege

Fortbildungssymposium für Ärzte/innen und Psychologische Psychotherapeuten/innen

"Resilienz - Von der Chance, die eigenen Möglichkeiten und Stärken zu entdecken"

 
am Mittwoch, 10. Oktober 2018, 14:30 c.t. bis 19:00 Uhr
im Forschungs- und Entwicklungszentrum, Alfred-Herrhausen-Str. 44, 58455 Witten
Der rote Faden der Fortbildung ist das Thema Resilienz, vor allem in der Begleitung von Trauernden.
 
„Trauer ist etwas, das jeden von uns irgendwann betrifft. Sie ist unausweichlich, kommt oft überraschend und unerwartet, und ist zugleich sehr persönlich und privat. Mit diesem Fortbildungssymposium möchten wir Sie dabei unterstützen, Ihren Patient/innen oder Klient/innen in Situationen der Trauer angemessen und hilfreich zu begegnen.“ - Geschäftsführerin A. Methfessel und Wissenschaftlicher Leiter A. Tromm
 
 

Inhalte und Ablauf der Fortbildung 


Der Umgang mit Trauer ist eine besondere Herausforderung in der ärztlichen Praxis. Trauer ist vielfältig. Sie tritt nicht nur am Ende des Lebens oder nach einem Todesfall ein, sondern oft bei dem Bekanntwerden einer schwerwiegenden Diagnose. Die Fortbildung zeigt auf, wie spirituelle Bedürfnisse und Ressourcen genutzt werden können.

Prof. Dr. med. Andreas Tromm leitet durch den Nachmittag mit verschiedenen Vorträgen zu den Themen „Spirituelle Anamnese“, „Alles Resilienz?“, „Trauer kann verstören – ist aber keine Störung“ und „Resiliente Sterbebegleiter“. Die Fortbildung wird von einem Imbiss und Musik von Klavier, Cello und Klarinette begleitet.

 
 

Referent/innen

 

Spirituelle Anamnese – spirituelle Bedürfnisse und Ressourcen erkennen

Ein ganzheitlicher Ansatz von Versorgung und Begleitung umfasst neben physischen und psychosozialen auch spirituelle Aspekte. Die Fortbildung führt in ein Konzept spiritueller Anamnese ein, dass das englischsprachige Instrument „FICA“ für den deutschen Sprachraum adaptiert hat und mittlerweile gut beforscht und evaluiert hat.

Prof. Dr. Traugott Roser
Professor für Praktische Theologie, WWU Münster
Mitglied der Gesellschaft für wiss. Theologie
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
Internationale Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität IGGS
 
 

Alles Resilienz?

Was ist dran am Resilienzkonzept? Ist es wirklich so neu und zukunftsfähig, wie es oft dargestellt wird? Oder ist Resilienz lediglich ein neuer „Anstrich“ für altbekannte Konzepte der Stressbewältigung? Im Vortrag wird die Entstehung des Resilienzkonzepts historisch eingeordnet und anhand der psychologischen Forschung aufgezeigt, worum es dabei im Kern geht und welche Chancen damit verbunden sind.
 
Ulrich Siegrist,
Master of Organizational Psychologye
Dipl.-Soz. Päd., Resilienztrainer, Coach und Supervisor (DGSv/GWG)
 
 

Trauer kann verstören – ist aber keine Störung

Das Phänomen „Trauer“ wird häufig von Betroffenen (zunächst) als Last und Belastung empfunden und als etwas, was möglichst schnell aufhören soll. In diesem Vortrag geht es um einen gänzlich anderen Blick auf die Trauer: um Trauer als Kraftquelle und Trauerbegleitung als Möglichkeit, diese Kraftquelle zu entdecken und zu erschließen.
 
Dipl.-Soz. Dipl.-theol. Norbert Mucksch,
Supervisor (DGSv/ GWG); Pastoralpsychologie (DGfP) 
Ausbilder und Vorstandsmitglied im Bundesverband Trauerbegleitung
Fachbereichsleiter der Sterbe- und Trauerbegleitung, Kolping Bildungsstätte Coesfeld
Lehrbeauftragter, Kath. Hochschule NRW
 
 

Resiliente Sterbebegleiter – wollen/können wir das sein?

Wie schaffen es Menschen, die beruflich täglich Sterbende und ihre An- und Zugehörige begleiten, dies über viele Jahre „gut“ durchzuhalten? Wie resilient muss man dafür sein? Es werden u.a. Ergebnisse der Masterarbeit „Resilienz von Palliativpflegekräften in NRW“ vorgestellt.

Dr. med. Susanne Hirsmüller,
M.A., MSc Palliative Care, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Psychoonkologin (DKG, DAPO)
Mitglied der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Akademie für Ethik in der Medizin
Leiterin des Hospiz u. Vorsitzende des Ethikkomitees der Stiftung EvK Düsseldorf
 
 

Wissenschaftliche Leitung / Organisation

 
Prof med. Andreas Tromm 
(Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Ev. Krankenhaus Hattingen gGmbH, Vorsitzender Trauerarbeit Hattingen e.V., Hattingen)
 
Annedore Methfessel
(Evangelische Theologin und Pastoralpsychologin, Lehrsupervisorin DGfP, Geschäftsführung Trauerarbeit Hattingen e.V., Hattingen)
 
Annette Wagner 
(Diakonin und Pädagogische Leitung des Kinder- und Jugendtrauerzentrums traurig-mutig-stark, Witten)
 
Elisabeth Borg 
(Leiterin Ressort Fortbildung, Ärztekammer Westfalen-Lippe)

 

 
 
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